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Bahnarten beim Kegelsport
Kegeln © ristaumedia.de - Fotolia.com
Kegeln ist eine beliebte Sportart und Freizeitbeschäftigung der Deutschen. Was für die Amerikaner das Bowlen, das ist für den Deutschen sein Kegeln. Wer meint, Kegeln und Bowling wäre die gleiche Sportart, der irrt.
Wer mit dem Kegeln anfangen möchte, der muss sich erst einmal mit den Spielregeln und den Kegelbahnen auseinandersetzen. Es gibt vier unterschiedliche Bahnarten. Da wäre die Asphaltbahn, die Bohlebahn, die Scherenbahn und die Bowlingbahn. Für jede der Spielarten gibt es Turniere und Vereinspokalmeisterschaften, sowie Ligen und andere Meisterschaften. Zudem gibt es in jedem Jahr die Deutschen Meisterschaften. Diese werden auf drei unterschiedlichen Bahnen ausgetragen. Zu den drei Bahnarten zählt die Asphaltbahn, Bohle und Schere. Auf jeder dieser Bahnen werden verschiedene Techniken angewandt.
Doch das Ziel ist bei allen Bahnen gleich – der Spieler versucht alle Kegel mit nur einem Schub umstoßen. Man kann auch versuchen die Kegel in einer bestimmten Reihenfolge umzuwerfen.
Die Asphaltbahn, die sich auch die Classicbahn nennt, wird in 14 Nationen genutzt. Der Anlauf ist in der Regel 5,50 Meter lang und 0,35 Meter breit. Wie der Name es schon verrät, die Bahn besteht aus Asphalt oder Kunststsoff. Insgesamt ist sie 19,5 Meter lang und 1,5 Meter breit.
Die Auflagebohle der Bohlebahn ist ebenfalls 5,5 Meter lang und 0,35 Meter breit. Sowohl der Anlauf als auch die Bohle der Auflage, beide bestehen aus Linoleum. Die gesamte Kugelfläche ist aus Holz gemacht, kann aber auch aus Kunststoff bestehen. Beide Sorten sind gekehlt. Die Fläche bemisst sich auf 23,5 Meter Länge und 0,35 Meter Breite.
Die Scherenbahn ist etwas anders gebaut. Auch sie besteht aus Linoleum und ist im Anlauf 5,5 Meter lang sowie 0,35 Meter breit, doch die Fläche zum Kegeln besteht aus Holz oder Kunststoff. Ihre Lauffläche von der Aufsatzbohle bis hin zur Schere kommt auf 9,5 Meter Länge und 0,35 Meter breite. Sodann geht sie scherenartig auf.
Regeln für die Kegel
Quelle: Michael Panse/Flickr.com
Bereits in der Antike wurde gekegelt. In Ägypten haben Wissenschaflter Kegelzubehör gefunden. Es stammt aus der Zeit 3500 Jahre vor Christus Geburt. Man vermutet aber auch, dass damals auch mit Knochen und Steinen gespielt wurde. Im Mittelalter war Kegeln dann ein weit verbreitetes Spiel, das von den Reichen gespielt wurde. Heute hat die Freizeitbetätigung nichts mehr mit dem Status zu tun. Heute werden alle in einem Verein aufgenommen, die Lust auf das Spiel haben und sich mit den Regeln auskennen. Diese sind sehr wichtig, da man erst dann die Kniffe des Kegelns verstehen kann.
Doch worum handelt es sich bei den Regeln? Nun, zu allererst braucht man zum Kegeln acht Normalkegel und fünf Kegel mit einer Kappe. Die Kegel müssen bei einem Satz zueinander passen, das heißt, dass das Gewicht der Kegel beachtet werden muss. Der Gewichtsunterschied darf nicht mehr als 60 Gramm betragen. Es gibt zwar eine Verwandtschaft zum Bowling, aber das Thema darf man bei keinem Kegler ansprechen. Im Kegeln werden neun Kegel aufgebaut, beim Bowling sind es zehn.
Das Kegeln kann auch als Sport betrieben werden. Es gibt vier verschiedene Bahnen, auf denen der Spieler spielen kann. Da wäre die Asphalt-, die Bohle-, Schere- und Bowlingbahn. Auf jeder Bahn finden jährlich Turniere statt. Die Gemeinsamkeit der verschiedenen Bahnspieler ist die größtmögliche Anzahl von Kegeln mit einem Wurf (Schub) umzuwerfen. Eine weitere Variante des Spiels ist es bestimmte Konstellationen von Kegeln zu werfen. Freizeitkegler spielen im Classic-Bereich. Dieser wird unterschieden in Breitensportkegeln und Freizeit- sowie Hobbykegeln. Der große Unterschied zu den Sportkeglern besteht darin, dass Freizeitkegler anstatt der Vollkugeln ebenfalls mit Lochkugeln spielen dürfen.
Die Kegelbahnen
Quelle: AHORN/Flickr.com
Die klassische Kegelbahn ist die Asphaltbahn: Der Anlaufbereich ist 10 Meter lang und besteht aus Linoleum, die Kugellauffläche ist knapp 20 Meter lang und 1,5 Meter breit und ist aus Asphalt oder Kunststoff. Natürlich muss die Lauffläche vollkommen glatt sein, damit die Kugeln optimal rollen. Asphaltbahnen finden sich überwiegend im süddeutschen Raum, sowie in allen neuen Bundesländern außer Mecklernburg-Vorpommern. International findet man die Asphaltbahn in 14 Ländern, darunter auch in den deutschen Nachbarländer wie Österreich, der Schweiz und Lichtenstein.
Die Bohlebahn gibt es eher in Norddeutschland und in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. Der Anlauf ist nur 5,5 Meter lang, die Kugellauffläche misst dagegen 23,5 Meter, ist nur 35 Zentimeter breit und steigt insgesamt um zehn Zentimeter an. Sie ist aus Holz oder Kunststoff gefertigt und leicht gewölbt. Auch in Dänemark, Polen und Namibia gibt es hauptsächlich Bohlebahnen.
Die Scherenbahn ähnelt der Bohlebahn, nur die Kugellauffläche unterscheidet sich: Zum Ende hin verbreitert sie sich von den 35 Zentimetern Breite auf ganze 1,25 Meter. Scherenbahnen finden sich in Westdeutschland und im südlichen Niedersachsen und Hessen. Im Ausland gibt es diese Kegelbahn in den Benelux-Ländern, Frankreich, Italien und Brasilien.
Eine ganz besondere Variante des unterhaltsamen Kegelsports ist das Platzbahnkegeln: Dabei wird die Kugel nicht gerollt, sondern aus einer Entfernung von 6,5 Metern auf die neun Kegel geworfen. Meist findet diese Form des Kegelns an der freien Luft statt und ist traditionell nur im südlichen Sachen-Anhalt üblich.