Zubehör fürs Bowling: Die Handgelenkstütze

Ein Bowling-Abend unter Freunden oder aber bei der jährlichen Weihnachtsfeier – wieder Letzter. Oft hat es damit zu tun, dass man durch die Fliehkraft – der Arm fungiert beim Bowling so zusagen als Hebel – und durch zu kräftiges Schwingen, das Handgelenk bei der Ballabgabe nicht geschlossen halten kann, so dass keine technisch reine und saubere Abgabe möglich ist. Um das zu verhindern, gibt es beim Bowling-Sport Handgelenkstützen, die im Englischen als „Wrist Support“ bezeichnet werden. Diese sorgen dafür, dass das Handgelenk stabilisiert wird. Bei manchen kann man sogar einstellen – bei Profistützen – wie der Winkel sein soll. Kommt ganz darauf an, für welches Wrist Support man sich entscheidet.

Zum Einen gibt es eine Variante bei der man einen Handschuh anziehen muss, in dem es Stützfunktion gibt. Dies ist eine eingearbeitete, herausnehmbare Metallschiene, die im Bereich des Handrückens liegt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass der Handschuh durch die Metallschiene nicht nur das Handgelenk stützt, sondern dass durch den Handschuh auch ein Tragekomfort der Kugel entsteht.

Zum Anderen gibt es auch noch eine Handgelenkstütze, die aus einer reinen Stütze besteht, die von außen aus Leder oder Mikrofaser besteht. Innen sind Metalleinlagen für die Innen- und Außenhand eingearbeitet. So wird das Handgelenk optimal von beiden Seiten gestützt. Die letzte Variante ist die Profi Handgelenkstütze, die wie schon beschrieben eine verstellbare Einstellung besitzt, so dass man den Winkel einstellen kann. Für Hobbyspieler ist diese Stütze zwar gut, aber nicht unbedingt erforderlich, weil sie natürlich auch ihren Preis hat. Allerdings eignet diese sich gut für Turnier- und Vereinsspieler. Sie ist aus Aluminium hergestellt und innen ausgepolstert.

Außerdem ist es ratsam bei allen Varianten darunter einen Unterzieh-Handschuh zu tragen, weil man unter einer Schiene schwitzt. So kann die Feuchtigkeit absorbiert werden und die Stütze rutscht nicht von der Hand.

Die Kegelbahnen

Quelle: AHORN/Flickr.com

Quelle: AHORN/Flickr.com

Fast jeder war schon einmal Kegeln, doch nur wenige wissen, dass es sehr verschiedene Kegelbahnen gibt. Im Gegensatz zum Bowling gibt es beim Kegeln allgemein nur neun und nicht zehn Kegel, die am Ende der Bahn stehen und im besten Fall alle umgeworfen werden sollen. Eine weitere Variante des Spiels ist es, nur bestimmte Kegel, so genannte Bilder, umzuwerfen.

Die klassische Kegelbahn ist die Asphaltbahn: Der Anlaufbereich ist 10 Meter lang und besteht aus Linoleum, die Kugellauffläche ist knapp 20 Meter lang und 1,5 Meter breit und ist aus Asphalt oder Kunststoff. Natürlich muss die Lauffläche vollkommen glatt sein, damit die Kugeln optimal rollen. Asphaltbahnen finden sich überwiegend im süddeutschen Raum, sowie in allen neuen Bundesländern außer Mecklernburg-Vorpommern. International findet man die Asphaltbahn in 14 Ländern, darunter auch in den deutschen Nachbarländer wie Österreich, der Schweiz und Lichtenstein.

Die Bohlebahn gibt es eher in Norddeutschland und in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. Der Anlauf ist nur 5,5 Meter lang, die Kugellauffläche misst dagegen 23,5 Meter, ist nur 35 Zentimeter breit und steigt insgesamt um zehn Zentimeter an. Sie ist aus Holz oder Kunststoff gefertigt und leicht gewölbt. Auch in Dänemark, Polen und Namibia gibt es hauptsächlich Bohlebahnen. 

Die Scherenbahn ähnelt der Bohlebahn, nur die Kugellauffläche unterscheidet sich: Zum Ende hin verbreitert sie sich von den 35 Zentimetern Breite auf ganze 1,25 Meter. Scherenbahnen finden sich in Westdeutschland und im südlichen Niedersachsen und Hessen. Im Ausland gibt es diese Kegelbahn in den Benelux-Ländern, Frankreich, Italien und Brasilien. 

Eine ganz besondere Variante des unterhaltsamen Kegelsports ist das Platzbahnkegeln: Dabei wird die Kugel nicht gerollt, sondern aus einer Entfernung von 6,5 Metern auf die neun Kegel geworfen. Meist findet diese Form des Kegelns an der freien Luft statt und ist traditionell nur im südlichen Sachen-Anhalt üblich.

Das Sportkegeln

Quelle: g.witze/Flickr.com

Quelle: g.witze/Flickr.com

Für viele Menschen ist Kegeln ein geselliges Hobby – doch es gibt auch einen richtigen Sport rund um die neun Kegel. Meist wird Sportkegeln als Mannschaftssport betrieben, eine Mannschaft besteht dabei meist aus sechs, in manchen Klassen auch nur aus vier Spielern. Es gibt auch Einzel-, Paar und Mixed-Wettkämpfe. Relativ neu sind Tandem- und Sprintmeisterschaften, die in einem K.O. – System gespielt werden. Zuständig für die Wettkämpfe ist der Deutsche Kegler- und Bowlingbund e.V., kurz DKB. 

Der klassische Wettkampf gliedert sich in Mannschaftsspiele zu je sechs Spielern. In der Damen- und unteren Herrenklasse wirft jeder Spieler hundertmal über zwei Bahnen, ab der Kreisliga werden bei den Herren doppelt so viele Würfe auf vier Bahnen gespielt. Ein Durchgang ist dabei auf 20 Minuten begrenzt. Pro Bahn muss jeder Spieler also 50 Würfe absolvieren, davon 25 in die Vollen und 25 zum Abräumen. Ein Wurf in die Vollen bedeutet, dass alle Kegel aufgestellt werden, während beim Abräumen lediglich die stehengebliebenen Kegel umgeworfen werden können. Erst nachdem alle Kegel beim Abräumen umgeworfen wurden, darf wieder in die Vollen gespielt werden. Nach einem Durchgang wechselt der Spieler mit seinem Gegner die Bahn. Am Ende werden die Spielergebnisse aller Spieler eines Teams zusammengezählt und mit dem rivalisierenden Team verglichen. Gewonnen hat natürlich die Mannschaft, die mehr Kegel umgeschmissen hat. Auch ein Unentschieden kann bei Kegelgleichheit auftreten.

In den meisten anderen europäischen Ländern gibt es pro Spieler 120 Würfe auf vier Bahnen. Pro Bahn gibt es also 15 Würfe in die Vollen und 15 zum Abräumen. Nach diesem System werden auch internationale Wettkämpfe abgehalten.

Insgesamt gibt es rund 130.000 Sportkegler weltweit, die Mehrheit von 90.000 aktiven Spielern sind Deutsche. Seit einigen Jahren gibt es einen erbitterten Streit zwischen dem DKB und dem Weltverband der Kegler, kurz NBC, der die internationalen Regeln auch in Deutschland verpflichtend machen will. Weil sich der DKB dagegen sträubt, wurde Deutschland bei internationalen Wettbewerben mehrfach gesperrt.