Die Geschichte des Kegeln
Was man heute gerne mit Freunden spielt, hat eine lange Geschichte. Kegeln ist eine der ältesten Sportarten und wird heute nicht mehr nur unter Stammtischfreunden bei einem Ausflug aus der Kneipe weg gespielt. Denn auch an der Kegelbahn frönt man gerne sein Bier unter wettkampfmäßigen Bedingungen.
Seinen Ursprung fand das Kegeln in der Antike. Schon damals im Ägypten schwang man den Arm und die Kugel – allerdings wahrscheinlich auf eine andere Art und Weise, als man es heute spielt. Denn über die Jahre haben sich Sportarten – wie auch der Fußball – so verändert, dass sie kaum noch etwas mit der herkömmlichen und ursprünglichen Form zu tun haben. Glaubt man den Auswertungen der Ausgrabungen, dann wurden Teile eines Kinderkegelspiels gefunden, was schon ca. 3500 Jahre vor unserer Zeitrechnung alt ist. Das heutige Kegeln fand seinen Ursprung darin, dass germanische Stämme wahrscheinlich mit Steinen auf Knochen geworfen wurde.
Bis ins 18. Jahrhundert spielte man das Kegeln ausschließlich im Freien. Damals galt das Kegelen als Attraktion und fehlte bei keiner großen oder bei jeder noch so kleinen Dorfkirmes. Wo es heute oft um Bier geht, ging es damals beim Kegeln um Gut und Geld. In Deutschland wurde im Wesentlichen das Kegeln praktiziert. Hier spielte man es eigentlich überall und so trugen es deutsche Auswanderer nach Herzegowina, Banat und nach Siebenbürgen. Auch in Brasilien und Australien spielte man es dann.
1837 wurde das Neun-Kegel-Spiel in Hartfurt verboten worden sein. Man wollte damals das Bowling weiter fördern und voran bringen. Allerdings nahm man damals Änderungen vor, so dass man von nun an mit zehn anstatt neun Kugeln spielte. Außerdem ordnete man die Kegel nun in einem Dreieck an. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gründeten sich Kegelvereine und Kegeln nahm immer mehr einen sportlichen, neben dem unterhaltsamen, Charakter ein.