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Regeln für die Kegel

Quelle: Michael Panse/Flickr.com

Quelle: Michael Panse/Flickr.com

Wer kegeln will, muss Regeln kennen. Ohne sie ist ein anständiges Spiel nicht möglich, denn wer denkt man müsste einfach nur die Kegel umhauen, der irrt. Kegeln ist weitaus mehr, als ein einfältiges Spiel.

Bereits in der Antike wurde gekegelt. In Ägypten haben Wissenschaflter Kegelzubehör gefunden. Es stammt aus der Zeit 3500 Jahre vor Christus Geburt. Man vermutet aber auch, dass damals auch mit Knochen und Steinen gespielt wurde. Im Mittelalter war Kegeln dann ein weit verbreitetes Spiel, das von den Reichen gespielt wurde. Heute hat die Freizeitbetätigung nichts mehr mit dem Status zu tun. Heute werden alle in einem Verein aufgenommen, die Lust auf das Spiel haben und sich mit den Regeln auskennen. Diese sind sehr wichtig, da man erst dann die Kniffe des Kegelns verstehen kann.

Doch worum handelt es sich bei den Regeln? Nun, zu allererst braucht man zum Kegeln acht Normalkegel und fünf Kegel mit einer Kappe. Die Kegel müssen bei einem Satz zueinander passen, das heißt, dass das Gewicht der Kegel beachtet werden muss. Der Gewichtsunterschied darf nicht mehr als 60 Gramm betragen. Es gibt zwar eine Verwandtschaft zum Bowling, aber das Thema darf man bei keinem Kegler ansprechen. Im Kegeln werden neun Kegel aufgebaut, beim Bowling sind es zehn.

Das Kegeln kann auch als Sport betrieben werden. Es gibt vier verschiedene Bahnen, auf denen der Spieler spielen kann. Da wäre die Asphalt-, die Bohle-, Schere- und Bowlingbahn. Auf jeder Bahn finden jährlich Turniere statt. Die Gemeinsamkeit der verschiedenen Bahnspieler ist die größtmögliche Anzahl von Kegeln mit einem Wurf (Schub) umzuwerfen. Eine weitere Variante des Spiels ist es bestimmte Konstellationen von Kegeln zu werfen. Freizeitkegler spielen im Classic-Bereich. Dieser wird unterschieden in Breitensportkegeln und Freizeit- sowie Hobbykegeln. Der große Unterschied zu den Sportkeglern besteht darin, dass Freizeitkegler anstatt der Vollkugeln ebenfalls mit Lochkugeln spielen dürfen.  

Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Kegeln und Bowling

Was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen Bowling und Kegeln? Ist Bowling einfach die amerikanische Bezeichnung für das europäische Kegeln? In beiden Sportarten gilt es schließlich, am Ende einer langen Bahn möglichst viele Kegel mit einer runden Kugel umzuschmeißen.

Wirklich gibt es aber wesentliche Unterschiede zwischen Kegeln und Bowling: Beim Kegeln wird auf neun Kegel geworfen, beim Bowling dagegen auf zehn Pins. Erfunden wurde die Präzisionssportart in Europa. In US-Amerika wurde der Kegelsport Mitte des 19. Jahrhunderts verboten, weil dieser oft mit hohen Wetteinsätzen und Betrügereien einherging. Kreative Kegel-Begeisterte fanden aber doch einen Weg, ihrem Lieblingssport weiter nachzugehen: Aus neun Kegeln wurden zehn, die nicht mehr in Rautenform, sondern in einem Dreieck aufgestellt wurden. Aus den runden Kugeln wurden Bälle mit drei Löchern, aus den Kegeln Pins – und schon war ein neuer und legaler Sport, das Bowling, geboren. 

Die Geschichte des Kegelsports beginnt bereits 3.500 Jahre vor Christus. Bei Ausgrabungen in Ägypten fanden Archäologen Teile eines Kegelspiels und entdeckten auch Abbildungen des Sports an Wandgemälden. Auch unsere Vorfahren, die Germanen, kegelten mit Steinen auf Knochen. Im Mittelalter vergnügten sich vor allem Männer auf Jahrmärkten und Mönche mit einem ähnlichen Spiel. Damals wurde auch das heutige Abräumspiel erfunden, bei dem so lange auf die Kegel geworfen wird, bis alle umgefallen sind: Denn die Kegeljungs im Mittelalter hatten keine Lust, nach jedem Wurf wieder alle Kegel aufstellen zu müssen. Im 19. Jahrhundert dann etablierte sich neben dem Hobby-Kegeln die sportliche Variante des beliebten Spiels. Erste Vereine und Clubs wurden gegründet, genaue Spielregeln festgelegt. 1885 wurde dann der Verein gegründet, aus dem der heutige Dachverband der Sportkegler, der DKB, hervorging. 1923 schließlich gab es die erste Deutsche Meisterschaft. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die mühsame Arbeit der Kegeljungs von Kegelstell-Automaten übernommen.

Die Geschichte des Kegeln

Was man heute gerne mit Freunden spielt, hat eine lange Geschichte. Kegeln ist eine der ältesten Sportarten und wird heute nicht mehr nur unter Stammtischfreunden bei einem Ausflug aus der Kneipe weg gespielt. Denn auch an der Kegelbahn frönt man gerne sein Bier unter wettkampfmäßigen Bedingungen.

Seinen Ursprung fand das Kegeln in der Antike. Schon damals im Ägypten schwang man den Arm und die Kugel – allerdings wahrscheinlich auf eine andere Art und Weise, als man es heute spielt. Denn über die Jahre haben sich Sportarten – wie auch der Fußball – so verändert, dass sie kaum noch etwas mit der herkömmlichen und ursprünglichen Form zu tun haben. Glaubt man den Auswertungen der Ausgrabungen, dann wurden Teile eines Kinderkegelspiels gefunden, was schon ca. 3500 Jahre vor unserer Zeitrechnung alt ist. Das heutige Kegeln fand seinen Ursprung darin, dass germanische Stämme wahrscheinlich mit Steinen auf Knochen geworfen wurde.

Bis ins 18. Jahrhundert spielte man das Kegeln ausschließlich im Freien. Damals galt das Kegelen als Attraktion und fehlte bei keiner großen oder bei jeder noch so kleinen Dorfkirmes. Wo es heute oft um Bier geht, ging es damals beim Kegeln um Gut und Geld. In Deutschland wurde im Wesentlichen das Kegeln praktiziert. Hier spielte man es eigentlich überall und so trugen es deutsche Auswanderer nach Herzegowina, Banat und nach Siebenbürgen. Auch in Brasilien und Australien spielte man es dann.

1837 wurde das Neun-Kegel-Spiel in Hartfurt verboten worden sein. Man wollte damals das Bowling weiter fördern und voran bringen. Allerdings nahm man damals Änderungen vor, so dass man von nun an mit zehn anstatt neun Kugeln spielte. Außerdem ordnete man die Kegel nun in einem Dreieck an. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gründeten sich Kegelvereine und Kegeln nahm immer mehr einen sportlichen, neben dem unterhaltsamen, Charakter ein.

Der älteste Kegelverein Deutschlands

Quelle: heipei/Flickr.com

Quelle: heipei/Flickr.com

Seit eh und je gruppieren sich Menschen, um gemeinsam ihre freie Zeit zu verbringen. Die einen spielen Tennis, die anderen gehen zum Schwimmen und wieder andere kegeln. Letzteres wird an vielen Orten bereits seit Jahrzehnten getätigt. So wie auch in Königswinter-Eisbach. Hier wurde vor zwei Jahren der älteste eingetragene Kegelverein gefeiert. 1909 trafen sich zum ersten mal Männer aus der Gegend und stellten Kegel auf. Eine Zeitlang taten sie das in der freien Laufbahn. Erst 1926 wurde eine Innenbahn gebaut.

Angefangen haben sie eigentlich aus Langeweile. Im Ort gab es kaum Veranstaltungen, die man hätte besuchen können und so nahmen die Männer von Eisbach ihre Freizeitgestaltung selber in die Hand, mit ein paar Kegeln und viel Freude an den Abenden.

Heute spielen noch drei Gruppen, die aus über 65 Jährigen und ab 32 Jährigen Männern bestehen. Die dritte Gruppe ist eine reine Frauengruppe. Auch Damen über 60 haben Spaß an der Freizeitgestaltung. Aber alle sind sich sicher, so viel Spaß wie sie, haben andere Klubs nicht. Außerdem ist der Zusammenhalt zwischen den Mitgliedern groß. Das liegt wohl auch daran, dass viele von ihnen bereits seit Jahrzehnten miteinander spielen. Hier haben sich Freundschaften entwickelt, die schon teilweise seit über 50 Jahren bestehen.

Präsident des Vereins ist der 1980 gewählte Günter Zamzow. Der 83-jährige veranstaltet jedoch nicht nur wöchentliche Treffen, bei denen die Mitglieder spielen. Mit seinen Gruppen nimmt der Präsident teil an Vereinsfahrten, Geburtstagsfeiern und vielen weiteren Treffen, bei denen gegrillt oder zusammen Karten gespielt wird. Es hat sich über die Jahre eine große Familie formiert, die immer zueinander hält. Egal was kommt, auch wenn sie manchmal, bei internen Turnieren auch gegeneinander spielen. Doch hinterher wird wieder zusammen gefeiert.