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Die wichtigsten Begriffe beim Bowling

Bowlingbahn © Norman Chan - Fotolia.com

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Bowling ist mittlerweile auch in Deutschland ein beliebter Freizeitsport. Früher kannte man ihn hauptsächlich aus amerikanischen Filmen und Serien. Und wie bei jeder Sportart gibt es beim Bowling neben dem passenden Schuhwerk und der richtigen Location auch die fachlichen Begriffe, die man unbedingt lernen sollte, bevor man sich auf die Bahn wagt. (Die eigentliche Spielbahn sollte man jedoch nicht betreten, weil sie eingeölt wird und dadurch so rutschig wie Glatteis ist!)

Jeder weiß, dass es im Grunde darum geht, Kegel mit einer Bowling-Kugel umzuwerfen. Diese zehn Kegel heißen in der Fachsprache “Pins”, der erste Pin in der Aufstellung ist der “Headpin”. Das Spiel umfasst zehn Durchgänge, die sogenannten “Frames”; in jedem Frame versuchen die Spieler nacheinander, die zehn Pins abzuräumen. Bei einem “Strike” sind alle zehn Pins mit dem ersten Wurf umgefallen – in die Ergebnisanzeige wird ein X eingetragen. Ein “Spare” bedeutet, dass mit zwei Würfen alle Pins getroffen wurden – in die Ergebnisanzeige wird ein / eingetragen. Dann kann man auch noch einen “Turkey” landen, drei Strikes hintereinander also – in der Ergebnisanzeige wird XXX eingetragen. Zudem sollte man noch den “Open” kennen, bei dem nach zwei Würfen noch Pins stehen, und den “Split”, bei dem nach dem ersten Wurf der Headpin gefallen ist.

Ein Fehler ist passiert, wenn beim zweiten Wurf kein Kegel getroffen wurde. Wer beim ersten oder beim zweiten Wurf gar keinen Pin trifft, muss einen “Miss” verzeichnen. Das ist aber nicht so schlimm wie ein Foul: Wer beim Wurf die Foul-Linie übertritt, begeht ein solches. Dafür werden keine Punkte gezählt. Vor der Foul-Linie befindet sich der 4,57 Meter lange Anlauf, der nur mit den speziellen Bowling-Schuhen betreten werden darf. Die Bahn an sich ist 18,29 Meter lang und 1,08 Meter breit. 

Bahnarten beim Kegelsport

Kegeln © ristaumedia.de - Fotolia.com

Kegeln © ristaumedia.de - Fotolia.com

Kegeln ist eine beliebte Sportart und Freizeitbeschäftigung der Deutschen. Was für die Amerikaner das Bowlen, das ist für den Deutschen sein Kegeln. Wer meint, Kegeln und Bowling wäre die gleiche Sportart, der irrt. 

Wer mit dem Kegeln anfangen möchte, der muss sich erst einmal mit den Spielregeln und den Kegelbahnen auseinandersetzen. Es gibt vier unterschiedliche Bahnarten. Da wäre die Asphaltbahn, die Bohlebahn, die Scherenbahn und die Bowlingbahn. Für jede der  Spielarten gibt es Turniere und Vereinspokalmeisterschaften, sowie Ligen und andere Meisterschaften. Zudem gibt es in jedem Jahr die Deutschen Meisterschaften. Diese werden auf drei unterschiedlichen Bahnen ausgetragen. Zu den drei Bahnarten zählt die Asphaltbahn, Bohle und Schere. Auf jeder dieser Bahnen werden verschiedene Techniken angewandt.

Doch das Ziel ist bei allen Bahnen gleich – der Spieler versucht alle Kegel mit nur einem Schub umstoßen. Man kann auch versuchen die Kegel in einer bestimmten Reihenfolge umzuwerfen. 

Die Asphaltbahn, die sich auch die Classicbahn nennt, wird in 14 Nationen genutzt. Der Anlauf ist in der Regel 5,50 Meter lang und 0,35 Meter breit. Wie der Name es schon verrät, die Bahn besteht aus Asphalt oder Kunststsoff. Insgesamt ist sie 19,5 Meter lang und 1,5 Meter breit.

Die Auflagebohle der Bohlebahn ist ebenfalls 5,5 Meter lang und 0,35 Meter breit. Sowohl der Anlauf als auch die Bohle der Auflage, beide bestehen aus Linoleum. Die gesamte Kugelfläche ist aus Holz gemacht, kann aber auch aus Kunststoff bestehen. Beide Sorten sind gekehlt. Die Fläche bemisst sich auf 23,5 Meter Länge und 0,35 Meter Breite. 

Die Scherenbahn ist etwas anders gebaut. Auch sie besteht aus Linoleum und ist im Anlauf 5,5 Meter lang sowie 0,35 Meter breit, doch die Fläche zum Kegeln besteht aus Holz oder Kunststoff. Ihre Lauffläche von der Aufsatzbohle bis hin zur Schere kommt auf 9,5 Meter Länge und 0,35 Meter breite. Sodann geht sie scherenartig auf. 

Der Bowlingball

Bowling © typomaniac - Fotolia.com

Bowling © typomaniac - Fotolia.com

Für Bowlingfans kann sich die Anschaffung einer eigenen Ausrüstung irgendwann lohnen. Beim Bowlingball gibt es einige Vorteile, denn mit dem eigenen Ball kann immer mit dem individuell gewünschten Ballgewicht gespielt werden. Außerdem werden in der Maßbohrung die Löcher genau auf die Hand anbestimmt und die Wurfkontrolle so optimiert. Das hochwertige Materiel des speziell angefertigten Bowlingballs sollte weiter die Schlagkraft in den Pins verbessern. Es gibt drei Arten von Bowlingbällen. Die Reaktivbälle eignen sich vor allem zum Bogenspiel. Sie bestehen aus einer Schale, einem Kern und einer Füllung zwischen Kern und Schale. Die Form und Ausmaße des Kerns beeinflussen die Laufeigenschaften des Balls. Polyesterbälle, auch Spareballs, Plastikbälle oder Räumballe genannt, haben einen sehr einfachen Aufbau. Sie bestehen aus Schale und Füllung. Mit ihm lässt sich vor allem gerade spielen und somit eignet sich der Polyesterball zum Einstieg ins Bowling. Die Partikelbälle haben denselben Aufbau wie die Reaktivbälle – Schale, Füllung, Kern – allerdings befinden sich an der Oberfläche der Schale sehr kleine Partikel, die dem Ball mehr Grip geben sollen. Dadurch hat der Ball einen früheren Roll und mehr Hakenpotential. Je nach Größe der Partikel wird zwischen high load, medium load und low load unterschieden.

Der eigene Ball sollte auch gepflegt werden, denn der Zustand der Schale des Bowlingballs entscheidet über 75 Prozent der Laufeigenschaften. Das gilt für Partikel- und Reaktivbälle, ausschließlich über die Schale laufen die Polyesterbälle. Die Schale sollte also stängig aufgearbeitet, poliert und gereinigt werden. Dazu eignen sich am besten die speziellen Ballreiniger und -polituren, handelsübliches Spülmittel oder Alkohol reinigen nicht ausreichend. Die Reiniger sollte aber kein Aceton oder Lackverdünnung beinhalten, denn das kann der Schale schaden. Bei Turnieren sollte man genau auf die Regeln über Ballgewicht und auch auf die zugelassenen Reiniger achten, wenn man mit dem eigenen Ball spielen möchte.

 

 

Kleine Historie des Bowlings

Bowling © frank peters - Fotolia.com

Bowling © frank peters - Fotolia.com

Das Bowling wurde in den Vereinigten Staaten vor allem durch ein Fernsehformat populär: Der Professional Bowler Tour, einem Format, das von dem Sender ABC direkt übertragen wurde und sonntäglich Millionen Amerikaner vor den Fernseher lockte. 

Das Format wurde 1961 ins Leben gerufen und bis 1997 ausgestrahlt. Zu seinen Glanzzeiten in den 1970er und den frühern 1980er Jahren übertraf es sogar die Einschaltquoten von College-Football und College-Baseball. Das sonntäglich ausgestrahlte Programm lancierte schnell zu einer Art Fernsehtradition. 

Chris Schenkel und Billy Welu waren die Original-Kommentatoren zur Kultserie. Welu starb schon 1974 an einem Herzinfarkt und bis zum Ende der Ausstrahlung in den 90er Jahren blieb Nelson Burton Jr. , ein aufstrebender Bowling-Profi, der Partner von Schenkel. Burton gab in regelmäßigen Einspielern Tips zur Verfeinerung der eigenen Bowlingtechnik, sowie interssante Fakten über die Geschichte des Sports. 

Das TV-Format und das allgemein hohe Interesse am Bowling führten zu einem regelrechten gesellschaftlichen Boom, dessen Auswirkungen bald nach Deutschland überschwappten. 1970 wuchs der Anteil der Bowler im Deutschen Kegelbund bis auf 9000 an. Über 64 Anlagen mit 1100 Bahnen gab es zu dieser Zeit in Deutschland.

Dies war aber nichts im Vergleich mit den USA, denn dort schickte sich Bowling an dem Massensport Baseball den Rang abzulaufen. In den 70er Jahren kämpften schon 25 000 Sportler im Meisterturnier des US-Bowling-Verbandes um die damals sagenhaft hohe Summe von 579 625 $ Siegesprämie.

Mit dem Aufkommen von Kabelfernsehen und dem dazugehörigen wachsenden Angebot an Sportprogrammen, verschwand Anfang der 90er das Interesse am Bowling rapide. Darüber hinaus war das Publikum mit den Jahren gealtert und kein Zugpferd in Form eines jungen Spielers, der das verstaubten Image des Sports aufpolieren konnte, war in Sicht. So wurde 1997 die Übertragung endgültig eingestellt und eine Ära amerikanischer Sportübertragungsgeschichte ging damit zu Ende. 

Zubehör fürs Bowling: Die Handgelenkstütze

Ein Bowling-Abend unter Freunden oder aber bei der jährlichen Weihnachtsfeier – wieder Letzter. Oft hat es damit zu tun, dass man durch die Fliehkraft – der Arm fungiert beim Bowling so zusagen als Hebel – und durch zu kräftiges Schwingen, das Handgelenk bei der Ballabgabe nicht geschlossen halten kann, so dass keine technisch reine und saubere Abgabe möglich ist. Um das zu verhindern, gibt es beim Bowling-Sport Handgelenkstützen, die im Englischen als „Wrist Support“ bezeichnet werden. Diese sorgen dafür, dass das Handgelenk stabilisiert wird. Bei manchen kann man sogar einstellen – bei Profistützen – wie der Winkel sein soll. Kommt ganz darauf an, für welches Wrist Support man sich entscheidet.

Zum Einen gibt es eine Variante bei der man einen Handschuh anziehen muss, in dem es Stützfunktion gibt. Dies ist eine eingearbeitete, herausnehmbare Metallschiene, die im Bereich des Handrückens liegt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass der Handschuh durch die Metallschiene nicht nur das Handgelenk stützt, sondern dass durch den Handschuh auch ein Tragekomfort der Kugel entsteht.

Zum Anderen gibt es auch noch eine Handgelenkstütze, die aus einer reinen Stütze besteht, die von außen aus Leder oder Mikrofaser besteht. Innen sind Metalleinlagen für die Innen- und Außenhand eingearbeitet. So wird das Handgelenk optimal von beiden Seiten gestützt. Die letzte Variante ist die Profi Handgelenkstütze, die wie schon beschrieben eine verstellbare Einstellung besitzt, so dass man den Winkel einstellen kann. Für Hobbyspieler ist diese Stütze zwar gut, aber nicht unbedingt erforderlich, weil sie natürlich auch ihren Preis hat. Allerdings eignet diese sich gut für Turnier- und Vereinsspieler. Sie ist aus Aluminium hergestellt und innen ausgepolstert.

Außerdem ist es ratsam bei allen Varianten darunter einen Unterzieh-Handschuh zu tragen, weil man unter einer Schiene schwitzt. So kann die Feuchtigkeit absorbiert werden und die Stütze rutscht nicht von der Hand.